Kamera-Rechner
Äquivalenz, Schärfentiefe, Belichtung und Verwacklung für meine eigene Ausrüstung und ein paar Standard-Sensoren. Dazu ein Vogel-Modus, weil ich vor allem Vögel fotografiere, und ein Makro-Modus für Käfer. Mit dem Auslöser lässt sich außerdem ein Foto machen, an dem man sieht, ob es verwackelt, verschwommen oder falsch belichtet wäre.
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Vogel im Bild
Äquivalenz
Schärfentiefe
Belichtung
Verwacklung
Sterne ohne Striche
Steckbrief
Was steckt dahinter?
Ein kleinerer Sensor sieht einen kleineren Ausschnitt von dem, was das Objektiv projiziert. Deshalb hat ein 300-mm-Objektiv an Micro Four Thirds den Bildwinkel von 600 mm an Vollformat, super für Vögel. Derselbe Crop-Faktor gilt auch für die Schärfentiefe, f/1.8 an MFT gibt also ungefähr die Hintergrundunschärfe von f/3.6 an Vollformat. Die Belichtung bleibt aber exakt die von f/1.8. Alle Zahlen hier basieren auf einfachen Formeln für dünne Linsen, sind also eine gute Schätzung und keine Labormessung. Im Makro-Modus rechnet alles mit dem Abbildungsmaßstab, und 1:1 heißt, dass der Käfer auf dem Sensor genauso groß ist wie in echt. Die Schärfentiefe schrumpft dabei auf Millimeter. Deshalb machen Makro-Fotograf:innen oft viele Aufnahmen mit leicht verschobenem Fokus und legen sie übereinander (Focus Stacking). Und weil die effektive Blende mit dem Maßstab wächst, wird Beugung schneller zum Thema, als man denkt. Dabei fächert das Licht an der kleinen Öffnung auf, und das Bild wird weich. Der Hintergrund im Sucher hat zwei Ebenen, Zweige und Blätter 20 m hinter dem Vogel und ganz weit hinten Wald oder Himmel (beim Käfer 30 cm und 1 m). Jede Ebene bekommt ihren berechneten Unschärfekreis als echte Scheibe, deshalb werden helle Punkte zu runden Bokeh-Kugeln. Und der Hintergrund wird mit der Brennweite größer, mehr Brennweite holt ihn also auch näher ran.