Wähl die Farbe, in der das Wort geschrieben ist, nicht die, die da steht. Such dir vorher deine Muttersprache und die anderen Sprachen aus, die du lesen kannst. Die Wörter kommen dann nur in diesen Sprachen, und am Ende siehst du, wie stark dich jede einzelne stört. Die Tasten 1–4 gehen auch.
stroop_mehrsprachig.exe_□×
DateiExperimentAnsichtHilfe
Ausgabe
00:00
Farbe → Taste!!
Was steckt dahinter?
Benannt nach John Ridley Stroop, der den Effekt 1935 veröffentlicht hat. Lesen läuft so automatisch ab, dass man es nicht wirklich abschalten kann. Deshalb dauert es länger und geht öfter schief, die Schriftfarbe eines Wortes zu nennen, das eine andere Farbe bedeutet. Die Differenz zwischen inkongruenten und kongruenten Durchgängen ist der Stroop-Effekt. Die Frage, die ich hier spannend finde: Wird der Effekt kleiner in Sprachen, die man weniger flüssig liest?
Neben kongruent („rot“ in Rot) und inkongruent („rot“ in Blau) gibt es neutrale Durchgänge, also XXXX in einer Farbe statt eines Wortes. Daran sieht man, ob ein passendes Wort hilft oder ein unpassendes bremst. Antworten schneller als 200 ms (vermutlich geraten) oder langsamer als 2,5 s (vermutlich abgelenkt) fließen nicht ein, so werden Reaktionszeiten üblicherweise bereinigt.
Gut zu wissen
Du wählst 8 bis 32 Durchgänge pro Sprache. Das reicht für eine Tendenz, aber die Konfidenzintervalle im Bericht zeigen, wie wackelig eine einzelne Runde ist, und die Diskussion rechnet vor, wie viele Durchgänge es eigentlich bräuchte.
In Studien mit Zweisprachigen stört meist die Sprache stärker, die man automatischer liest. Das hängt aber stark davon ab, wie und wie viel man welche Sprache nutzt, dein Ergebnis kann also ganz anders aussehen.
Farbwörter passen zwischen Sprachen nicht perfekt aufeinander. Russisch hat zwei Wörter für Blau (синий und голубой, hier синий), und im Japanischen steht 青 auch für das Grün der Ampel.
Deine Ergebnisse bleiben in diesem Browser. Nichts wird irgendwohin geschickt.
Quellen
Stroop, J. R. (1935). Studies of interference in serial verbal reactions. Journal of Experimental Psychology, 18(6), 643–662.
MacLeod, C. M. (1991). Half a century of research on the Stroop effect: An integrative review. Psychological Bulletin, 109(2), 163–203.
Preston, M. S., & Lambert, W. E. (1969). Interlingual interference in a bilingual version of the Stroop color-word task. Journal of Verbal Learning and Verbal Behavior, 8.